Portrait

Jochen Klein

*1974 in Stuttgart

2007 Abschluss als MA Photography am London College of Communication, University of the Arts London
1998 Akademie für Photographie, Hamburg

Gruppenausstellungen
2015 THE INTERNATIONAL POSTCARD SHOW, Surface Gallery, Nottingham
2014 PHOTOGRAPHY AS INSTALLATION, Oxford House, London
2014 SELECT / 14, Photofusion Gallery, London
2014 AM ABGRUND, QuadrART, Dornbirn,
2014 LONDON ART FAIR (with Vital Arts), London
2013 SALON/13, Photofusion Gallery, London
2013 PLAY, londonprintstudio, London
2013 CONTEMPORARY PHOTOGRAPHY, Fritz and Hildegard Ruoff Foundation, Nürtingen
2013 MULTIPLIED 2013, Christie´s South Kensington, London
2012 ROYAL ACADEMY SUMMER EXHIBITION, Royal Academy of Arts, London
2011 BRIDGING THE GAP, Hatch Space, London
2011 THE TRIUMPH OF FAILURE, South Hill Park Arts Centre, Bracknell
2011 RIGHT HERE, RIGHT NOW - EXPOSURES OF THE PUBLIC REALM, Format11, International Photography Festival, Derby
2010 GOING POSTAL, Institute of Contemporary Art London
2010 BOOM COMES THE HOUSES, BUST COMES THE ART, Redamation Gallery, Dayton/Ohio
2010 THE TRIUMPH OF FAILURE, Noem Gallery, Seoul
2009 OPULENCE, Photo-Space, London
2009 I ALWAYS KNEW YOU D COME BACK, Swanfield Yard Gallery, London
2008 CIRCLES OF LATITUDE, Four Corners Gallery, London
2008 ROYAL ACADEMY SUMMER SHOW, Piccadilly, London
2008 THE SHAPE OF THINGS TO COME, Affordable Art Fair Spring Collection 2008, Battersea Park, London

Einzelausstellungen
2009 JOCHEN KLEIN, Vital Arts Gallery, Royal London Hospital, London

Die Natur ist ja schon da...

Auf den ersten Blick ist Jochen Klein ein Landschaftsfotograf. Doch entstehen seine Werke allesamt im Studio. Aus Watte, Alufolie, Farbe und allem, was sich sonst noch findet, werden mit den Mitteln der Bricolage Gebirge, Seen, Wolken und Geysire erschaffen und fotografiert. Seine Bilder zeigen nicht die Natur selbst. Die Natur ist ja schon da, warum sollte ich sie abfotografieren? Sie zeigen die Ästhetik der Natur. Was ist so beeindruckend an ihr, was macht sie erhaben, erschreckend, verträumt? In seinen Fotografien arrangiert er die Natur, inszeniert sie und untersucht die Wirkung, die diese künstliche Natur auf uns hat.

Ausgangspunkt seiner Arbeiten sind Landschaftsdarstellungen der Romantik, wie etwa die Gemälde Caspar David Friedrichs, vor allem aber die Landschaftsfotografien des frühen 20. Jahrhunderts, die Werke Ansel Adams, deren Ernsthaftigkeit ohne Pathos und Esoterik ihn besonders beeindrucken. Doch lässt sich Natur auch heute noch so darstellen? Und: Lässt sich Natur überhaupt darstellen? Ist das Ergebnis nicht stets ein Abbild unserer eigenen geschönten Vorstellung von Natur, wohlgeordnet durch den gezielten Einsatz kompositorischer Mittel?

Der Weg ins Studio ist eine bewusste Entscheidung gegen das Abbild. Hier findet Jochen Klein Ruhe seine gesammelten Eindrücke, Inspirationen und Referenzen zu ordnen, seine Materialien zu arrangieren und seine Modelle zu basteln. Er erschafft spielerisch eigene, künstliche Realitäten, die losgelöst von ihren Vorbildern funktionieren. Was ist der Blick der Menschen auf die Natur am beginnenden dritten Jahrtausend? Kein unmittelbarer, aus eigenem Erleben geschöpfter. Es ist ein künstlicher, distanzierter, aber auch verträumter, romantisierter Blick auf eine verlorene heile Welt. Jochen Kleins Fotografien dokumentieren ihn in einzigartiger Präzision.

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