Portrait

Sevil Amini

geboren 1977 in Teheran, Iran.
Lebt und arbeitet in Hamburg und Mailand.

Ausbildung
MFA, 2013, Visual Art, Accademia di belle arti di Brera, Mailand, Italien
BA, 2009, Malerei, Accademia di belle arti di Firenze, Florenz, Italien
BA, 2003, Graphic Design, Art and Architecture University of Tehran, Iran

Ausstellungen (Auswahl)
2019 gemEINSAM, x-pon-art gallery, Hamburg
2019 SARGASSOMEER, frappant, Hamburg
2017 Toi tu dansais tout le temps, Mailand, Italien (E)
2016 Caravaggio Contemporanea EC0.4. Caravaggio, Italien
2016 C&F. Spazio L“altalena, Mailand, Italien
2016 Imprint. Studi Festival. Mailand, Italien
2016 Art & Industrial Biennial Labin. Istrien, Kroatien
2015 les café littéraire de Paris a Milan.Institut Français de Milan, Mailand, Italien
2015 Kafka era praga e Praga era kafka. Scoglio di Quarto Gallery, Mailand, Italien
2015 ‘Goethes Farbenlehre’. Institut Français, Mainz
2013 ‘Linguaggi del corpo’. 77 Art Gallery, Mailand, Italien
2012 Maimeri foundation, Mailand, Italien
2011 ‘Trasparenza e spazialità’, Turin, Italien (E)
2009 ‘atemporalità e storia dell’immagine’.Galleria Ariele. Turin, Italien
2009 ‘Portraits’. Galleria RossoCinabro, Rom, Italien
2007 Tre Riflessi: 10 giorni di arte iraniana. Vie Nuove association, Florenz, Italien
2005 Tassvir Sal Festival. Khaneh Honarmandan Gallery, Teheran, Iran

Events
2015 Teilnahme am 5. Free International Forum Bolognano, Bologna, Italien
2016 Art & Industrial biennieal Labin, Istrien, Kroatien

Persien trifft Westen

Sevil Aminis Bildforschung erwächst im Moment des Duells zwischen zwei Bilderwelten: der illustrativen Welt persischer Miniaturen und der Malerei der westlichen Welt.

Während ihres Studiums in Italien beschäftigte sie sich mit dem Problem der Leere im Bild sowie mit den historischen und philosophischen Tendenzen, die Künstler zu monochromer Malerei, Performances und immaterieller Kunst führen. Daraus ergab sich ihr narrativer Stil, der die Leere westlich-monochromer Bildhaftigkeit mit der detaillierten Fülle persischer Miniaturen verbindet.

Amini verwendet Schwarz, Weiß, Blau, Pink und Varianten von Grau, die dominierende Farbe ihrer letzten Bildwerke ist jedoch Gold. Im Hinblick auf die traditionelle Verwendung von Gold in der persischen Kultur versucht die Künstlerin in ihren Bildern, eine Transformation von Bedeutung und Konventionen zu schaffen. Dies bezieht sich sowohl auf die Wahl des Motivs, als auch auf den Prozess der sich überlagernden Farbschichten.

In einigen Arbeiten befinden sich Figuren als Symbole verborgener Emotionen, die im Vergleich zu den Maßen des Trägermaterials meist eher klein erscheinen - ein Bezug zur persischen Miniaturmalerei, in der die Bildsprache jeden Zentimeter der Fläche nutzt. In ihrer Malerei widerfährt der Figur eine Transformation in die Leere. Dabei konzentriert sich Amini meist auf die Darstellung des weiblichen Körpers: „Als iranische Frau und Bildende Künstlerin ist das Thema des weiblichen Kopfes sehr stark und tragend in meiner Arbeit. Wird uns mit dem Kopftuch eine Auflösung von Identität und weiblichem Geschlecht aufgezwungen, so gehe ich in meiner Arbeit einen Schritt weiter und radikalisiere dieses Thema, indem ich den weiblichen Figuren ihren Kopf gänzlich abschneide.“

Wir nutzen Cookies, um Dir die Angebote der artothek zur Verfügung zu stellen. Informationen hierzu und zum Datenschutz auf unserer Webseite findest Du in unserer Datenschutzerklärung.